Alles, was uns bewegt

Volontäre werben potenzielle Volontäre

Foto: Stefanie Sayle

Bei der „Fit for Job“-Messe in Augsburg erzählen zwei Volontäre der Günter Holland Journalistenschule jungen Menschen, wie der Alltag eines Redakteurs bei der Augsburger Allgemeinen aussieht.


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Gegen 13 Uhr versagt mir erstmals die Stimme an diesem Samstag – meiner Volontärs-Kollegin Maria geht es ähnlich. Es ist stickig in der Halle F des Messegeländes Augsburg, hier hat die Medien-Akademie Augsburg ihren Stand während der „Fit For Job“. Das ist die schwäbische Ausbildungsmesse. Maria und ich repräsentieren als Volontäre der Günter Holland Journalisten Schule die Augsburger Allgemeine, mit uns am Stand sind Kollegen der kaufmännischen und technischen Ausbildung der Mediengruppe. Wir sitzen und stehen und sprechen viel an diesem Samstag. Für den Zeitungsjournalismus interessieren sich 16-jährige Mädchen in Begleitung ihrer Eltern ebenso wie Mitzwanziger, die Studium und einige Jahre als freier Mitarbeiter in einer Lokalredaktion bereits hinter sich haben.

Foto: Jonas Voss

Besucher durften einen Blick auf unsere Jugendseiten werfen.

Viele Fragen rund um ein Volontariat an der Günter Holland Journalisten Schule

Die ersten Gespräche, die Maria und ich an diesem Morgen führen, verlaufen etwas zäh. Nicht nur, weil die Besucher oft nicht wissen, was sie fragen können – sondern auch, weil wir Volos noch nicht textsicher sind. Schnell haben wir beide aber den Bogen raus, viele wollen das Gleiche wissen: Wie sind die Arbeitszeiten? Braucht man ein Studium für das Volontariat? Kann ich es ohne Vorerfahrung machen? Wird man danach übernommen? Was genau macht ein Zeitungsjournalist denn alles? Das sind Fragen, die immer kommen. Es dauert nicht lange, und wir können alles Wesentliche zu einem Volontariat an der Günter Holland Journalisten Schule erklären, ohne ins Stocken zu geraten. Auch der AMG-Sportwagen im vorderen Teil der Halle, mit dem der Mercedes-Ausbildungsstand die Messebesucher ködert, hält viele Besucher nicht von unserem Stand fern.

Foto: Jonas Voss

Trotz der Kurven dieses wunderschönen Mercedes kamen viele Besucher zu uns.

Ein anstrengender Tag für die Volontäre auf der „Fit For Job“-Messe

Die positiven Aspekte eines Volontariats bei der Augsburger Allgemeinen aufzuzählen, fällt Maria und mir nicht schwer – schließlich sind wir beide überzeugt von dem, was wir tun. Umso schöner ist es, wenn wir sehen, jemand interessiert sich wirklich für den Beruf und wird nicht nur von seinen Eltern an den Stand geschleppt. Was nicht heißen soll, dass das nicht vorkommt. Irgendwann machen sich dennoch Hitze – über unseren Sitzplätzen strahlen große Leuchten – und Lärm von tausenden Besuchern bemerkbar. Obwohl wir Volontäre schon von Berufs wegen gut im Sprechen und noch besser im Zuhören sind, strengen die Unterhaltungen im Tagesverlauf an. Mehr als 30 potenziellen Volontären haben wir von unserem Alltag an der Günter Holland Journalisten Schule und in der Lokalredaktion erzählt – vielleicht begegnen wir dem einen oder anderen eines Tages als Kollegen wieder.

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Traum-Termin für tierliebe Volontäre


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Ja, wir arbeiten viel. Schreiben, fotografieren, filmen, posten, redigieren, Seiten bauen, Interviews führen, Seminare besuchen. Kein Tag ist wie der nächste und kein Termin gleicht dem anderen. Und wenn man ehrlich ist, gibt es Termine, die schöner sind als andere. Und bei mir persönlich sind das alle Termine, die irgendwie mit Tieren – speziell mit Pferden – zu tun haben. In meiner Zeit an der Günter Holland Journalistenschule hatte ich schon Termine auf diversen Bauernhöfen, auf einer Freilandfarm für Hühner und bei einer Rehaklinik für Pferde. Dass ich gerade in letzterem Fall diese Treffen mit den Interviewpartnern immer für Frühjahr geplant habe, ist natürlich reiner Zufall. Es liegt auf keinen Fall daran, dass im Frühjahr Fohlenzeit ist …

Volontäre der Günter Holland Journalistenschule machen auf Terminen oft auch tierische Bekanntschaften

Journalismus macht noch mehr Spaß, wenn Pferde involviert sind. Foto: Ulrich Wagner

Eines der schönsten Erlebnisse für die Volontärin der Augsburger Allgemeinen: das Fohlen Elliot kennenlernen

 

Als Volontärin macht man immer neue Bekanntschaften. Der kleine Elliot war definitiv eine der süßesten! Foto: Johanna Oswald

Jeden Tag ein Abenteuer

Eine Volontärin sieht rot – und manchmal auch grün

Die Tage als Großstadtreporterin im Münchner Korrespondentenbüro der Augsburger Allgemeinen sind abwechslungsreich. Pressekonferenzen und Veranstaltungen geben den Rhythmus vor. Doch häufig entscheiden auch Farben, was in der Zeitung steht.   


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Als Korrespondentin der Augsburger Allgemeinen in München fängt der Tag oft anders an als in den Mantel-Ressorts der Zeitung im Medienzentrum in Augsburg-Lechhausen. Wie er beginnt, das hängt unter anderem von der Farbe der jeweiligen Woche ab – ob sie rot, gelb, blau oder weiß ist.

Um Irritationen zu begegnen: Es geht um den Bayerischen Landtag, der seine Arbeitswochen nach Farben ordnet. In Wochen, die rot gekennzeichnet sind, tagt zum Beispiel das Plenum. Ausschusssitzungen, Fraktionstagungen und Arbeitskreise finden in gelben Wochen statt, das Plenum kommt in diesen Tagen nicht zusammen. Reine Informationswochen sind im Kalender blau markiert. Und weiß? Weiß bedeutet für den Landtag ganz einfach freie Tage. 

Alle Volontäre im zweiten Jahr verbringen einen Monat im Korrespondentenbüro der Augsburger Allgemeinen in München

Wichtig für den Korrespondenten der Augsburger Allgemeinen, Uli Bachmeier, sind demnach vor allem die roten Plenarwochen. Hier trifft sich das bayerische Parlament – CSU und Freie Wähler, die Grünen, die AfD, SPD und FDP – um über Gesundheit, innere Sicherheit, Staatshaushalt, Digitales und viele andere Themen zu debattieren. Das Prinzip: Rede und Gegenrede, wobei sich die Redezeiten nach strengen Vorgaben richten. Wie viele Abgeordnete in einer Debatte also ans Mikrofon treten dürfen, ist unter anderem abhängig von der Größe der jeweiligen Fraktion.

So weit, so gut – könnte man meinen. Allerdings scheint sich besonders in dieser Wahlperiode die Stimmung im Landtag verändert zu haben. Das liegt, sind sich Politiker und Journalisten einig, vor allem an der AfD.

Im Bayerischen Landtag: Viele Abgeordnete und die Volontärin der Günter Holland Journalistenschule

Ein Beispiel von Mittwoch, 13. März. Nachdem eine Grünenpolitikerin und ein Abgeordneter von den Freien Wählern „zu ersten Lesungen zu Gesetzesentwürfen der Staatsregierung zum Finanzausgleichsänderungsgesetz 2019 und zum Haushaltsgesetz 2019/2020“ im Plenum gesprochen hatten, war die Geräuschkulisse normal laut, heißt: Rufe und Beschwerden einerseits, verhaltenes Klatschen, schrillende Pfiffe und Applaus auf der anderen Seite.

Dann kam ein Politiker der AfD. Man verweigere seiner Partei den Zugang zu Gremien und Institutionen, kritisierte er und sprach mit Blick auf das Parlament von „Wegmarken des Faschismus“. Die Bitte von Thomas Gehring, 2. Vizepräsident des Landtags, den Begriff „Faschismus“ zurückzunehmen, ignorierte er seinerseits. Stattdessen prangerte der AfD-Politiker den „neokapitalistischen Darwinismus“ an, den Deutschland beim Fachkräftemangel betreibe.  

Ein Abgeordneter: „Haben Sie den Haushalt überhaupt gelesen?“

Keine Reaktion. Der AfD-Politiker lenkte die Debatte auf das christliche Abendland, Sozialwohnungen und Kapitalismus.

AfD-Politiker: „Und dann komme ich zum Ende.“

Abgeordneter: „Gott sei Dank.“

Vizepräsident: „Ich bitte Sie nochmals, sich von dem Begriff ‚Faschismus‘ zu distanzieren.“

Wieder keine Reaktion.

Dafür erhielt besagter AfD-Politiker eine Rüge. Es ist die zweite für die Partei innerhalb von nur wenigen Wochen. Zuvor, so bestätigte ein Kollege des Münchner Korrespondentenbüros, habe es für Jahrzehnte keine einzige gegeben.

Mittendrin in den Münchner Demonstrationen: die Volontärin

Interessant ist der Korrespondenten-Job allerdings auch abseits des Bayerischen Landtags. Pressekonferenzen von Vereinigungen, Instituten und Unternehmen findet man im Redaktionskalender ebenso aufgelistet wie Versammlungen. Die Menschen bringen ihre Anliegen auf die Straße, wöchentlich finden in der Landeshauptstadt Demonstrationen etwa zum Klimaschutz oder Urheberrecht statt. Die Leute organisieren sich, solidarisieren sich. Sie marschieren in Paraden für ihr Lieblingshaustier, den Dackel, oder für die grüne Insel Irland zum St. Patrick’s Day. Und als Großstadtreporterin, gerüstet mit Stift und Block, marschiert man oft mittendrin.

Auch die St. Patrick’s Day Parade erlebte die Volontärin. Foto: Elisa-Madeleine Glöckner