Kategorie: Alles, was uns bewegt

Alles, was uns bewegt

Ein bisschen (nicht ganz uneigennützige) Klartext-Werbung

Vortrag am Lessing-Gymnasium in Neu-Ulm. Foto: Marcel Janczik

Klartext nennt sich die Jugendseite der Augsburger Allgemeinen und ihrer Lokalausgaben. Einmal in der Woche informiert unsere Zeitung junge Leute auf einer eigenen Seite  über spannende und interessante Themen aus der Welt der Jugend. Damit die Themen auch wirklich passend sind, schreibt der Nachwuchs die Artikel selbst. Journalismus von Jugendlichen für Jugendliche sozusagen. Die sogenannten Klartexter fallen aber nicht vom Himmel – ganz im Gegenteil. Sie sind rar gesät. So auch in Neu-Ulm, der Redaktion, in der ich als Volontär der Günter Holland Journalistenschule mein Lokaljahr verbringe. Deshalb habe ich zu einem nicht ganz probaten Mittel gegriffen.

Klartext nennt sich die Jugendseite der Augsburger Allgemeinen und ihrer Lokalausgaben. Einmal in der Woche informiert unsere Zeitung junge Leute auf einer eigenen Seite  über spannende und interessante Themen aus der Welt der Jugend. Damit die Themen auch wirklich passend sind, schreibt der Nachwuchs die Artikel selbst. Journalismus von Jugendlichen für Jugendliche sozusagen. Die sogenannten Klartexter fallen aber nicht vom Himmel – ganz im Gegenteil. Sie sind rar gesät. So auch in Neu-Ulm, der Redaktion, in der ich als Volontär der Günter Holland Journalistenschule mein Lokaljahr verbringe. Deshalb habe ich zu einem nicht ganz probaten Mittel gegriffen.

Betreut werden die jungen Schreiber, die Klartexter, von uns Jung-Volontären. Wir leiten die Nachwuchsjournalisten an, vergeben Themen, redigieren ihre Artikel und legen das Layout der Jugendseite fest. Eben ganz so, wie es unsere erfahrenen Kollegen als Redakteur täglich mit den „normalen“ freien Mitarbeitern und den „normalen“ Lokalseiten tun. Ein gutes Training für uns Volontäre also. Das Problem: keine Klartexter, keine Texte. In diesem Fall muss ich als Volo selbst ran. Die Alternative: Ich kopiere Artikel von anderen Jugendseiten. Der gewünschte Lerneffekt ist  in letzterem Fall aber gleich null. Im Klartext: keine gute Sache. Also habe ich mir die Frage gestellt: Was tun? Und bin prompt auf eine mögliche Lösung meines Dilemmas gestoßen.

Als Volontär der Augsburger Allgemeinen geht es zurück an ein Gymnasium

Wo treffe ich die meisten Jugendlichen auf einmal an, habe ich mich gefragt. Die Antwort: in der Schule. Und wo haben die Schüler wohl am meisten Lust auf Schreiben, habe ich mich gefragt. Die Antwort: am sprachlichen Gymnasium. Kurzerhand habe ich also den Telefonhörer in die Hand genommen und die Nummer der Schulleiterin des Lessing-Gymnasiums in Neu-Ulm getippt. Die Schule ist gleich ums Eck, hab´ ich mir gedacht. Und fragen kostet ja nichts, habe ich mir gedacht. „Hallo, Christoph Lotter von der Neu-Ulmer Zeitung … ich hätte da mal eine Frage“, habe ich schließlich gesagt. Keine fünf Minuten später kam von der Schulleiterin schon ein begeistertes „ja, das machen wir“.

Der, jetzt gemeinsame, Plan: Ich darf vor insgesamt vier Klassen der Oberstufe zwei Vorträge über meinen Beruf, Journalismus und die Medienbranche halten – und (aus nicht ganz uneigennützigen Gründen) am allerwichtigsten, auch viel Werbung für die Jugendseite machen. Gesagt, getan. Nach vielen Stunden der Vorbereitung, anfangs schlotternden Knien (in aller Regel stehe ich in meinem Beruf nicht auf, sondern vor der großen Bühne) und fast zwei Stunden interessantem Dialog mit insgesamt knapp 80 Schülern hatte ich fünf neue motivierte Klartexter auf einen Schlag eingetütet. Und weil das ganze Unterfangen scheinbar auch bei den Lehrern gut ankam, hat mich die Schulleiterin gleich um zwei weitere Vorträge im Herbst gebeten. Im Klartext: eine gute Sache.

Alles, was uns bewegt

Volontäre werben potenzielle Volontäre

Foto: Stefanie Sayle

Bei der „Fit for Job“-Messe in Augsburg erzählen zwei Volontäre der Günter Holland Journalistenschule jungen Menschen, wie der Alltag eines Redakteurs bei der Augsburger Allgemeinen aussieht.

Gegen 13 Uhr versagt mir erstmals die Stimme an diesem Samstag – meiner Volontärs-Kollegin Maria geht es ähnlich. Es ist stickig in der Halle F des Messegeländes Augsburg, hier hat die Medien-Akademie Augsburg ihren Stand während der „Fit For Job“. Das ist die schwäbische Ausbildungsmesse. Maria und ich repräsentieren als Volontäre der Günter Holland Journalisten Schule die Augsburger Allgemeine, mit uns am Stand sind Kollegen der kaufmännischen und technischen Ausbildung der Mediengruppe. Wir sitzen und stehen und sprechen viel an diesem Samstag. Für den Zeitungsjournalismus interessieren sich 16-jährige Mädchen in Begleitung ihrer Eltern ebenso wie Mitzwanziger, die Studium und einige Jahre als freier Mitarbeiter in einer Lokalredaktion bereits hinter sich haben.

Foto: Jonas Voss

Besucher durften einen Blick auf unsere Jugendseiten werfen.

Viele Fragen rund um ein Volontariat an der Günter Holland Journalisten Schule

Die ersten Gespräche, die Maria und ich an diesem Morgen führen, verlaufen etwas zäh. Nicht nur, weil die Besucher oft nicht wissen, was sie fragen können – sondern auch, weil wir Volos noch nicht textsicher sind. Schnell haben wir beide aber den Bogen raus, viele wollen das Gleiche wissen: Wie sind die Arbeitszeiten? Braucht man ein Studium für das Volontariat? Kann ich es ohne Vorerfahrung machen? Wird man danach übernommen? Was genau macht ein Zeitungsjournalist denn alles? Das sind Fragen, die immer kommen. Es dauert nicht lange, und wir können alles Wesentliche zu einem Volontariat an der Günter Holland Journalisten Schule erklären, ohne ins Stocken zu geraten. Auch der AMG-Sportwagen im vorderen Teil der Halle, mit dem der Mercedes-Ausbildungsstand die Messebesucher ködert, hält viele Besucher nicht von unserem Stand fern.

Foto: Jonas Voss

Trotz der Kurven dieses wunderschönen Mercedes kamen viele Besucher zu uns.

Ein anstrengender Tag für die Volontäre auf der „Fit For Job“-Messe

Die positiven Aspekte eines Volontariats bei der Augsburger Allgemeinen aufzuzählen, fällt Maria und mir nicht schwer – schließlich sind wir beide überzeugt von dem, was wir tun. Umso schöner ist es, wenn wir sehen, jemand interessiert sich wirklich für den Beruf und wird nicht nur von seinen Eltern an den Stand geschleppt. Was nicht heißen soll, dass das nicht vorkommt. Irgendwann machen sich dennoch Hitze – über unseren Sitzplätzen strahlen große Leuchten – und Lärm von tausenden Besuchern bemerkbar. Obwohl wir Volontäre schon von Berufs wegen gut im Sprechen und noch besser im Zuhören sind, strengen die Unterhaltungen im Tagesverlauf an. Mehr als 30 potenziellen Volontären haben wir von unserem Alltag an der Günter Holland Journalisten Schule und in der Lokalredaktion erzählt – vielleicht begegnen wir dem einen oder anderen eines Tages als Kollegen wieder.

Alles, was uns bewegt Jeden Tag ein Abenteuer Uncategorized

Traum-Termin für tierliebe Volontäre

Ja, wir arbeiten viel. Schreiben, fotografieren, filmen, posten, redigieren, Seiten bauen, Interviews führen, Seminare besuchen. Kein Tag ist wie der nächste und kein Termin gleicht dem anderen. Und wenn man ehrlich ist, gibt es Termine, die schöner sind als andere. Und bei mir persönlich sind das alle Termine, die irgendwie mit Tieren – speziell mit […]

Ja, wir arbeiten viel. Schreiben, fotografieren, filmen, posten, redigieren, Seiten bauen, Interviews führen, Seminare besuchen. Kein Tag ist wie der nächste und kein Termin gleicht dem anderen. Und wenn man ehrlich ist, gibt es Termine, die schöner sind als andere. Und bei mir persönlich sind das alle Termine, die irgendwie mit Tieren – speziell mit Pferden – zu tun haben. In meiner Zeit an der Günter Holland Journalistenschule hatte ich schon Termine auf diversen Bauernhöfen, auf einer Freilandfarm für Hühner und bei einer Rehaklinik für Pferde. Dass ich gerade in letzterem Fall diese Treffen mit den Interviewpartnern immer für Frühjahr geplant habe, ist natürlich reiner Zufall. Es liegt auf keinen Fall daran, dass im Frühjahr Fohlenzeit ist …

Volontäre der Günter Holland Journalistenschule machen auf Terminen oft auch tierische Bekanntschaften

Journalismus macht noch mehr Spaß, wenn Pferde involviert sind. Foto: Ulrich Wagner

Eines der schönsten Erlebnisse für die Volontärin der Augsburger Allgemeinen: das Fohlen Elliot kennenlernen

 

Als Volontärin macht man immer neue Bekanntschaften. Der kleine Elliot war definitiv eine der süßesten! Foto: Johanna Oswald