Tom Trilges

Tom Trilges, Jahrgang 1994, ist in Mönchengladbach am linken Niederrhein aufgewachsen. Studiert hat der Borussia-Fan – für ihn gibt es selbstverständlich nur eine davon – in der Stadt des größten fußballerischen Rivalen: Köln. Neben dem Studiengang Sportmanagement und Sportkommunikation verfolgte er bereits seinen Kindheitstraum, als Redakteur zu arbeiten. Er sammelte erste journalistische Erfahrungen bei der Rheinischen Post, dem Mönchengladbacher Lokalradio 90,1 und dem Playboy. Das Klischee der rheinischen Frohnatur kann er kaum von sich weisen: Er ist Mitglied eines Karnevalsvereins und eines Kegelclubs. Derzeit freuen sich die Kollegen der Friedberger Allgemeinen über etwas frischen Wind aus Nordwesten.

Nach Redaktionsschluss

Tolle Volo-Skitour trotz Pannen

Bevor sich der Winter verabschiedet, wollten drei Jungvolontäre der Günter Holland Journalistenschule jetzt noch einmal seine schönsten Vorzüge genießen: Brigitte Mellert, Daniel Weber und Tom Trilges fuhren nach Hochfügen ins Zillertal. Früh aus den Federn und ab mit dem Auto in die Berge Tirols. Sogar miteinander gesprochen wurde auf der Fahrt – bei einem Start […]

Bevor sich der Winter verabschiedet, wollten drei Jungvolontäre der Günter Holland Journalistenschule jetzt noch einmal seine schönsten Vorzüge genießen: Brigitte Mellert, Daniel Weber und Tom Trilges fuhren nach Hochfügen ins Zillertal. Früh aus den Federn und ab mit dem Auto in die Berge Tirols. Sogar miteinander gesprochen wurde auf der Fahrt – bei einem Start um 7 Uhr keine Selbstverständlichkeit, saß doch Morgenmuffel Tom Trilges am Steuer. Schnell konnten alle vom stressigen (aber freilich wunderschönen) Volo-Alltag bei der Augsburger Allgemeinen abschalten.

Ohne Skier fährt es sich schlecht

Um Punkt 10 Uhr standen die drei Sportoholics wie geplant auf der Piste, bis dahin hätte es nicht besser laufen können. Pünktlichkeit ist für AZ-Volos ja ohnehin eine selbstverständlich und selbst in der Freizeit färben die Unternehmenstugenden offensichtlich schon im besten Sinne ab. Allerdings ist ein Ausflug bekanntlich erst dann ein richtig guter, wenn er auch an der ein oder anderen Stelle vom Plan abweicht. Gesagt, getan: Oben auf dem Gipfel angekommen, stürzte sich Tom Trilges gleich mal wagemutig den Hang hinab. Doof nur, dass er seine Bindungen nicht richtig gecheckt hatte. Am hohen Tempo änderte das für einige Sekunden zwar nichts, unglücklicherweise waren ihm aber nach wenigen Metern die Bretter unter den Füßen abhandengekommen. Und so staunten die Kollegen Mellert und Weber nicht schlecht über diesen Kerl, den sie da auf der Piste herumrollen sahen, bis er schließlich nach geschätzten 50 Metern zum Liegen kam.

Berg hochstapfen statt herunterfahren

„Nix passiert“, sagte Trilges dann zwar zu den anderen beiden, als die ihn erreichten. Trotzdem gehört so viel Dummheit selbstverständlich bestraft. In diesem Fall hieß das: die ganze Strecke mit den falsch eingestellten Skiern wieder hochstapfen, während Mellert und Weber schon freudig ihre Schwünge ins Tal zogen. Oben schweißnass angekommen, traf Trilges auf einen außerordentlich verständnisvollen Mitarbeiter am Lift. „Naa, des geht net“, antwortete er in feinstem Tiroler Dialekt auf meine Frage, ob ich denn freundlicherweise ausnahmsweise mit dem Sessel wieder herunterfahren dürfe. Nach reichlich Überzeugungsarbeit ließ sich der Mann dann doch breitschlagen – wobei er seither nicht mehr sonderlich gut auf Trilges zu sprechen sein dürfte.

Lieber Germknödel als Aprés-Ski

Eine halbe Stunde und etliche Flüche von Trilges später war dann alles bereitet: Es konnte losgehen – zum zweiten Mal. Der Ärger verflog in der Folge schnell, zu traumhaft die fast einsamen Skipisten in Hochfügen an diesem Tag. Gegen 13.30 Uhr waren die Kräfte dann so weit geschwunden, dass die Jungvolos sich eine wohlverdiente Hüttenpause gönnten. Laut dröhnten Aprés-Ski-Hits aus einem Pavillon. „Na, wie sieht’s aus?!“, fragte Trilges mit glänzenden Augen. Die für ihre besonnene Art unter den Kollegen geschätzten Mellert und Weber wussten Trilges gekonnt zu bremsen, sodass sich alle wenig später im Inneren der Hütte – dem ungleich gediegeneren Teil – wiederfanden.

„Eberhard“ mag Skifahrer wohl nicht

Gut gestärkt mit Nudeln, Gulaschsuppe beziehungsweise Germknödel sollte später die zweite Etappe beginnen. Ein Herr Namens „Eberhard“ wusste dies jedoch zu verhindern: Der Sturm blies am Nachmittag derart stark, dass um 15 Uhr Schicht im Schacht war mit den Bergfahrten. Während Mellerts leicht angeschlagene Knie sicherlich eher wenig trauerten, waren Weber und Trilges doch recht enttäuscht über das jähe Ende des Skitages und damit der ganzen Wintersport-Saison. Um den Gästen den Abschied ein wenig zu erleichtern, spielten die Wirte in ihren Hütten im Tal dann allerdings gekonnt ihre Top-Ten-Rausschmeißer-Songs mit Schmankerln wie „Atemlos“ oder „Cowboy und Indianer“ – das Umziehen dauerte folglich gefühlte 30 Sekunden. „Bloß weg hier“, sagte Weber zu den anderen beiden mit einem Augenzwinkern.

Zufrieden und mit besten Aussichten zurück in Augsburg

Nach einer reibungslosen Rückfahrt ins bayerische Schwabenland kamen Mellert, Weber und Trilges trotz aller Widrigkeiten und akustischen Zumutungen merklich entspannt und zufrieden an. Das lag neben dem tollen Tag vermutlich an der Aussicht auf die besten Arbeitsplätze der Welt, die die drei ab dem darauffolgenden Montag wieder beziehen durften. Für den kommenden Winter sucht der „Volo-Skiclub“ übrigens noch Verstärkung, dann soll es zum Tourenwandern gehen. Fest steht schon jetzt, dass Tom Trilges sein Material dann im Vorfeld genaustens unter die Lupe nehmen wird.