Jan-Luc Treumann

Jan-Luc Treumann, 1993 in Köln geboren, ist noch mit Büchern aus Papier aufgewachsen – die Leidenschaft dafür hat sich bis heute gehalten. Nach dem Abitur studierte er in Augsburg Geschichte und Interdisziplinäre Europastudien (Schwerpunkte in Neuere und Neueste Geschichte sowie Europäische Ethnologie/Volkskunde). Dennoch ist er kein wandelndes historisches Lexikon. Während seines Studiums begleitete ihn immer wieder die Frage nach dem späteren Beruf – es war ein Weg, der nur im Journalismus enden konnte. Berufliche Erfahrungen sammelte er unter anderem bei Spox und als Freier Mitarbeiter der Augsburger Allgemeinen. Sein Lokaljahr hat er in Nördlingen absolviert.

Fliegendes Klassenzimmer

Berlin, Berlin, wir fahren nicht nach Berlin

Das Olympiastadion in Berlin stand nicht auf dem Programm. Vielleicht wäre für die Volontäre Zeit für einen kurzen Abstecher gewesen, doch die Bildungsfahrt findet nicht statt. Foto: Treumann (Archiv)

Ende März hätte die Bildungsfahrt der Volontäre nach Berlin stattfinden sollen. Besuche bei der Deutschen Presse-Agentur, der Bundespressekonferenz und den Berliner Korrespondeten standen auf dem Programm. Doch dann kam Corona.

Vor einigen Wochen saß eine Gruppe von Altvolontären, also die im zweiten Ausbildungsjahr, zusammen und sprach über die für Ende März geplante Bildungsfahrt nach Berlin. Wir warteten auf das Programm und überlegten, wann es wohl losgehen würde. „Ziemlich früh“ meinte einer, „hoffentlich nicht zu früh“, ein anderer. Als wir das Programm einige Tage später bekamen, war klar: Um sieben Uhr geht es los. Verglichen mit der Online-Frühschicht, die um 7 Uhr beginnt, doch gar kein Problem… Was die nur alle haben.

Es waren ganz andere Sorgen, die vor einigen Wochen noch im Land herrschten. Als wir Anfang März die Details zur Berlinfahrt erhielten, gab es nach Angaben des Robert-Koch Instituts 639 Fälle von Infizierten mit Covid-19 in ganz Deutschland. Es gab noch keine Ausgangsbeschränkungen, und Toilettenpapier war noch kein gehamstertes Gut.

Das Coronavirus beeinflusst die Ausbildung an der Günter Holland Journalistenschule

Doch in den darauffolgenden zwei Wochen entwickelte sich hinsichtlich der Ausbreitung des Coronavirus eine unglaubliche Dynamik – zum Vergleich: Am 28. März verzeichnete allein das Bundesland Brandenburg 645 Fälle an Infizierten. Die Weltgesundheitsorganisation hat Covid-19 zur Pandemie erklärt. Betriebe haben geschlossen, Menschenansammlungen sind untersagt, der große Teil unseres Alltags steht unter dem Einfluss des Coronavirus. Und so auch unsere Ausbildung an der Günter Holland Journalistenschule.In der Corona-Zeit berichtet unsere Zeitung über den Redaktionsalltag und den Einfluss von Corona auf die Arbeit. Foto: Treumann

Noch bevor die Ausgangsbeschränkungen in Bayern und Deutschland erlassen wurden, erreichte uns die Nachricht, dass unsere Reise nach Berlin nicht stattfinden wird: Das Kanzleramt, der Bundestag und die Deutsche Presse-Agentur hatten uns zu diesem Zeitpunkt bereits ausgeladen.

Ach Berlin.

Es war ein interessantes Programm, dass unsere Ausbildungsleiterin für uns zusammengestellt hatte:
Eben der Besuch von Deutscher Presse-Agentur, Bundespressekonferenz, Bundeskanzleramt, wir hätten die Korrespondenten unserer Zeitung besucht und und und. Alt- und Jungvolontäre hätten sich noch besser kennenlernen können. Kollegen, die die Fahrt vor einigen Jahren absolviert haben, schwärmten von der Reise. Es wäre sicher eine spannende Fahrt geworden. Wäre, wäre Fahrradkette, wie mancher Fußball-TV-Experte sagen würde.

Redaktionsalltag: Homeoffice, keine Außentermine, Videokonferenzen

Das Coronavirus hat aber auch abgesehen von der ausgefallenen Bildungsfahrt Einfluss auf unsere Ausbildung an der Günter Holland Journalistenschule. Mittlerweile arbeitet der Großteil der Redaktionskollegen im Homeoffice, und der übliche Ressortwechsel ist für die meisten Altvolontäre im April ausgesetzt. Denn vom Homeoffice aus ist ein Wechsel samt Einarbeitung in einen neuen Bereich nicht umsetzbar.

Auch sonst beeinflusst das Coronavirus unsere Arbeit: Außentermine sind kaum mehr möglich, Gesprächspartner sind teilweise nicht mehr zu erreichen. Statt uns mit den Kollegen im Büro zusammenzusetzen, konferieren wir per Video oder Telefon. Da kommt es auch schon mal vor, dass einige Sekunden Stille in der Leitung herrscht, weil keiner den andern unterbrechen will. Situationen, die früher ein Blick gelöst hätte.

All das war vor einigen Wochen noch nicht absehbar, als wir über die Abfahrtszeit nach Berlin diskutierten. Ein Volontariat in der Zeit von Corona – das ist eine Ausbildung unter besonderen Bedingungen.

Im Logbuch der Redaktion berichten die Kollegen von ihren Erfahrungen mit der Corona-Krise und deren Auswirkungen auf den Alltag

Jeden Tag ein Abenteuer

Viel Trubel im Lokaljahr

Der Volontär filmt den Auftritt des Ministerpräsidenten. Foto: Jochen Aumann

Den Großteil des ersten Jahres verbringen die Volontäre der Günter Holland Journalistenschule in ihren Lokalredaktionen. Und dort ist eine ganze Menge zu tun und manchmal mehr los, als man denkt.

Im September vergangenen Jahres bekam ich mitgeteilt, dass ich mein Lokaljahr in Nördlingen absolvieren werde. Aus Augsburg, einer Stadt mit rund 300 000 Einwohnern, ging es für mich in eine mit 20 000 – ein kleiner Unterschied. So ganz wusste ich nicht, was mich in Nördlingen erwartet, dort, wo vor 15 Millionen Jahren ein Meteorit einschlug.

Was ist dort los, was passiert in Nördlingen? Kein Jahr später weiß ich: eine ganze Menge. Ein Großereignis war natürlich die Nördlinger Mess‘, noch dazu im Jahr des großes Jubiläums: Vor 800 Jahren wurde die Messe das erste Mal urkundlich erwähnt und das wurde entsprechend gefeiert. Was ich dort alles erlebt und zu tun hatte, kann man hier nachlesen.

Doch die Mess‘ war nicht die einzige Großveranstaltung, die ich in meinem Lokaljahr erlebt habe. Im September stand das Historische Stadtmauerfest an. Alle drei Jahre findet dieses in Nördlingen statt. Dann verwandelt sich der Ort im Ries in eine mittelalterliche Stadt.

Dass etwas Großes ansteht, habe ich in den Wochen vor Beginn des Festes gemerkt, die ersten Buden standen in den Straßen herum, Stahltribünen wurden am Marktplatz aufgebaut und viele Nördlinger ließDer Aufbau für das Stadtmauerfest. Foto: Treumannen sich einen Bart wachsen – so wie es sich vermeintlich für einen mittelalterlichen Menschen gehört – stimmt aber gar nicht, wie mein Kollege herausfand. Ein Glück für mich unbärtigen Volontär.

Auch der Volontär trägt ein historisches Gewand

Ich übernahm den Großteil der Berichterstattung. Das fing in der Vorbereitung an: Warum fand eigentlich zeitgleich auch in Dinkelsbühl ein historisches Fest statt? Wie läuft es mit dem Aufbau? Einen Tag bevor es losging, bin ich durch die Nördlinger Gassen gestreift, wo viele Ehrenamtliche alles für den großen Event vorbereiteten und umherwuselten.

 

An dem Freitag, als das Fest eröffnet wurde, war ich für die Videos zuständig. Wie so viele Besucher trug ich ein historisches Gewand, eine weite grüne Filzhose, ein einfaches Hemd – ohne fühle man sich etwas fehl am Platze, wurde mir in der Redaktion gesagt. Ein kurzes Video für Facebook, ein ausführlicheres für die Homepage, das waren meine Aufgaben für den Abend. Und ich filmte: wie die Knabenkapelle einmarschierte, Auftritte der Gaukler und anderer Gruppen, die Ansprachen des Herolds und des Oberbürgermeisters sowie die Salutschüsse.

Dann habe ich schnell das erste Video zusammengeschnitten, nur um festzustellen, dass der Akku von 100 auf zwei Prozent gesunken war – somit ging es für mich hurtig in die Redaktion zum Akku laden. Und um das zweite Video zu schneiden. Irgendwann am Abend war das auch erledigt. Feierabend.

Der Samstag bedeutete für mich, Material für eine Reportage zu sammeln, Fotos und Videos zu machen und den Facebook-Kanal der Rieser Nachrichten den ganzen Tag über zu bespielen: Das volle Programm eben. Am Morgen gab es eine sogenannte Gautschfeier einer Druckerei zu bestaunen, eine Taufe für all diejenigen Mitarbeiter, die bislang noch keinen Gautschbrief vorweisen konnten. Dabei haben die sogenannten Packer sich ihre Kollegen geschnappt, ihnen einen nassen gelben Schwamm ins Gesicht gedrückt und sie in einer kleinen Wanne untergetaucht. Einmal, zweimal, zehnmal. Es ist ein Brauch der Buchdrucker – oder der Anhänger der „schwarzen Kunst“, wie es dort hieß.

Der Volontär filmt den Auftritt des Ministerpräsidenten. Foto: Jochen AumannDoch das war nur ein Programmpunkt auf meiner Liste. Ich habe auf dem Stadtmauerfest eine echte Hochzeit erlebt – natürlich stilecht in historischen Gewändern -, habe eine Modenschau und einen Gottesdienst besucht. Dazu gab es Musik, der Dudelsack war ein häufiger akustischer Begleiter. Am Sonntag musste all das zusammengeschrieben werden – dazu standen noch ein Festumzug und der Besuch von Ministerpräsident Markus Söder an. Auch dessen Auftritt wurde natürlich gefilmt und verschriftlicht. Ein anstrengendes, aber spannendes Wochenende endete so.

 

Als Volontär durfte ich die Berichterstattung für die Donauries-Ausstellung organisieren

Wenige Wochen später ging es mit dem nächsten Großereignis weiter: der Donauries-Ausstellung. Eine Messe, ähnlich der Afa in Augsburg. 13 Hallen, viele Betriebe aus der Region stellten sich vor und zeigten ihre Produkte. Alle vier Jahre kommt die Messe nach Nördlingen. Meine Aufgabe war es, die gesamte Berichterstattung zu organisieren, jede Halle sollte drankommen.

Die Ausstellung fand in der Woche des Tags der deutschen Einheit statt, das hieß für mich: Weniger Erscheinungstage und weniger Ausgaben, in denen ich die Sonderseiten unterbringen konnte. Zunächst habe ich mir einen Überblick verschafft, wie viele Ausgaben stehen mir für die Berichterstattung zur Verfügung, wie viele Sonderseiten können wir pro Tag unterbringen? Dann teilte ich auf, welche der Hallen wann in der Zeitung erscheinen sollten.

Später ging es an die Einteilung der Redakteure und freien Mitarbeiter: Welche Hallen übernehme ich selbst, wer kann was schreiben? Bei der Einteilung der Mitarbeiter habe ich gemerkt: Genaue Instruktionen sind wichtig. Wie viele Zeilen Text, wie viele Bilder, bis wann muss er oder sie liefern. Dazu habe ich Fotografen eingeteilt, denn für jeden Tag haben wir eine Bildergalerie benötigt.

Sogar ins Stadtmauerfest-Buch hat es der Volontär geschafft

Wenn die Texte eingetroffen waren, musste ich sie redigieren, bei manchem Autor noch einmal einige Zeilen nachliefern lassen, wenn er nicht genügend geschickt hatte. Dazu kam das Bauen der Sonderseiten und – nicht zu vergessen – das Schreiben meiner eigenen Texte. Als all das erledigt war, war die Ausstellung auch schon vorüber, ein Fazit musste noch her.

Der Nördlinger Volontär ist auch im Buch zum Stadtmauerfest vertreten. Foto: Treumann

Viel Arbeit und viel Vorbereitung waren hierfür nötig, doch es hat sich gelohnt: Alles lief glatt, alle Texte kamen an und alle Seiten erschienen wie geplant.

Jetzt ist erstmal Pause, denn irgendwann gehen auch Nördlingen mal die Großereignisse aus. Ach halt, da steht im kommenden Frühjahr ja noch diese Kommunalwahl mit vier OB-Kandidaten an…

PS: Im Dezember wurde das Stadtmauerfest für mich noch einmal zum Thema  – die Vorstellung des offiziellen Buchs zum Fest stand an. Ich saß im Rathaus, schrieb mit und plötzlich sagte der Pressesprecher der Stadt Nördlingen zu mir: „Herr Treumann, Sie sind ja auch drin abgebildet.“ Tatsache, auf einem Bild zur Eröffnung bin ich mit meinem historischen Gewand mitten in der Menge zu sehen, wie ich filme. Auch auf anderen Seiten bin ich manchmal im Hintergrund zu entdecken. Lokaljournalismus heißt eben: Mittendrin statt nur dabei zu sein. 

Jeden Tag ein Abenteuer

Kein normales Volksfest: die Nördlinger Mess‘

Der Volontär parkt Autoscooter ein. Foto: Szilvia Iszó

Du bist Mess‘-Beauftragter, hat die Redaktion gesagt. Geh´ mal Temperatur messen, hat die Redaktion gesagt. Und so stehe ich an einem der heißesten Tage im Juni, die 30-Grad-Celsius-Marke ist längst überschritten, auf dem Gelände des Nördlinger Volksfestes, laufe von einem Würstchenstand zum nächsten und messe die Temperaturen, die es über dem Grill hat – und […]

Du bist Mess‘-Beauftragter, hat die Redaktion gesagt. Geh´ mal Temperatur messen, hat die Redaktion gesagt. Und so stehe ich an einem der heißesten Tage im Juni, die 30-Grad-Celsius-Marke ist längst überschritten, auf dem Gelände des Nördlinger Volksfestes, laufe von einem Würstchenstand zum nächsten und messe die Temperaturen, die es über dem Grill hat – und das als Vegetarier.

Meine Redaktionsleiterin hat mich gefragt, ob das okay für mich ist, ob es mir etwas ausmacht. Es ist kein Problem, ich esse die berühmten Mess‘-Würste ja nicht. So stehe ich dann vor den Grillbuden und halte die Messnadel des Thermometers über die Würste. Die Zahlen auf der Temperaturanzeige steigen und steigen, sie steigen auf bis zu 169 Grad. Und die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen am Grill klagen nicht einmal.

Das Gelände der Nördlinger Mess'. Foto: Jan-Luc Treumann

Die Nördlinger Mess‘ zu betreuen, ist meine Aufgabe als Volontär, das hatte mir mein Vorgänger schon mitgeteilt, und das wurde mir auch schon früh in der Redaktion erzählt.

Bereits zu Beginn meines Lokaljahres, ich bin gerade bei der Eröffnung einer Ladestation für E-Bikes, sagt der Leiter des Ordnungsamtes zu mir, als ich mich vorstelle: „Ah, wir werden bei der Mess‘ viel miteinander zu tun haben.“ Es sind noch rund drei Monate bis dahin. Ich merke, die Mess‘ ist etwas Besonderes.

 

 

Der Volontär merkt: Die Mess‘ ist für die Nördlinger etwas Besonderes

 

Der Festumzug der Mess'. Foto: Jan-Luc TreumannDie Nördlinger Mess‘ ist ein Volksfest. Aber es ist eben kein normales Volksfest für die Menschen im Ries. Klar, es gibt all das, was es sonst auch überall gibt: Autoscooter, gebrannte Mandeln, Bierzelt et cetera. Aber schon Wochen vor Beginn ist die Mess‘ Thema, und in diesem Jahr noch mehr, immerhin gibt es ein Jubiläum: Vor 800 Jahren wurde die Mess‘ das erste Mal urkundlich erwähnt. Was genau dieses Fest für die Menschen in Nördlingen bedeutet, ist für jemanden von außen nicht so leicht zu verstehen, doch dass es hier wichtig ist, das merkt man schon.

 

Die Wildecker Herzbuben in Nördlingen. Foto: Jan-Luc TreumannMess‘ bedeutet für mich als Volontär Berichterstattung und zwar das volle Programm. Es vergeht kaum ein Tag, an dem ich nichts über das Fest schreibe: Wie läuft es beim Aufbau, Atmosphäre am ersten Tag einfangen, vom Festumzug berichten, der ins Wasser fällt. Kurz bevor es losgeht, öffnet der Himmel seine Schleusen, es schüttet.  Nach etwa zehn Minuten lässt der Regen nach, der Umzug findet doch noch statt. Manche Themen sind vielleicht auf den ersten Blick nicht spektakulär (wie die Versammlung der Schausteller und Kaufleute) – aber dennoch interessant. Andere bringen einen an persönliche musikalische Grenzen (wie der Seniorennachmittag mit den Wildecker Herzbuben). Aber es ist schön zu sehen, wie die Leute sich freuen, schunkeln und begeistert mitsingen. Ach, Herzilein.

Der Volontär arbeitet beim Autoscooter mit

Für kurze Zeit durfte der Volontär auch einmal hinter die Kasse. Foto: Szilvia Iszó Dann ist da der Besuch bei den Markthändlern, die teilweise seit Jahrzehnten zur Mess‘ gehen und doch immer wieder Neues erleben (wie Kunden, die schwarze Gardinen benötigen).
Und mein persönlicher Abschluss vor dem Urlaub, meine Reportage.

Einen halben Tag arbeite ich bei einem der Fahrgeschäfte mit, beim Autoscooter. Ich habe vielleicht nicht ganz so viel zu tun wie ursprünglich gedacht. Aber ich erlebe einen spannenden Tag, auch wenn ich mir fast über den Fuß fahre.

Ich kriege Einblicke in das Leben der Schausteller. So ging ein Volksfest zu Ende, das für die Nördlinger eine außergewöhnliche Bedeutung hat. Aber auch für mich war es etwas ganz Besonderes.

 

Schließlich darf der Volontär auch einmal selbst an Steuer. Foto: Szilvia Iszó