Christoph Lotter

Christoph Lotter, Jahrgang 1992, geboren in Augsburg, aufgewachsen in Obergriesbach bei Aichach. Ein Landei. Erstes Wort: „Schlüssel“ – Deutschnoten trotzdem mäßig: „Er war bemüht“. Die Schulakte füllt derweil ganze Bücher; Freigeist und Frohnatur wie das Urmele eben. Mittlerweile aber unerschütterlicher Ruhepol mit haarsträubender Schwäche für absurd anmutende Alliterationen. Die lebte er während seines Studiums Technikjournalismus/Technik-PR in Nürnberg als Werksstudent in der Online-Redaktion der Nürnberger Nachrichten zur Genüge aus – überwiegend im Sportteil. Hat übrigens auch selbst einen ausgeprägten Bewegungsdrang. Den muss er in seinem ersten Volo-Jahr in der Redaktion der Neu-Ulmer Zeitung zügeln.

Alles, was uns bewegt

Ein bisschen (nicht ganz uneigennützige) Klartext-Werbung

Vortrag am Lessing-Gymnasium in Neu-Ulm. Foto: Marcel Janczik

Klartext nennt sich die Jugendseite der Augsburger Allgemeinen und ihrer Lokalausgaben. Einmal in der Woche informiert unsere Zeitung junge Leute auf einer eigenen Seite  über spannende und interessante Themen aus der Welt der Jugend. Damit die Themen auch wirklich passend sind, schreibt der Nachwuchs die Artikel selbst. Journalismus von Jugendlichen für Jugendliche sozusagen. Die sogenannten Klartexter fallen aber nicht vom Himmel – ganz im Gegenteil. Sie sind rar gesät. So auch in Neu-Ulm, der Redaktion, in der ich als Volontär der Günter Holland Journalistenschule mein Lokaljahr verbringe. Deshalb habe ich zu einem nicht ganz probaten Mittel gegriffen.

Klartext nennt sich die Jugendseite der Augsburger Allgemeinen und ihrer Lokalausgaben. Einmal in der Woche informiert unsere Zeitung junge Leute auf einer eigenen Seite  über spannende und interessante Themen aus der Welt der Jugend. Damit die Themen auch wirklich passend sind, schreibt der Nachwuchs die Artikel selbst. Journalismus von Jugendlichen für Jugendliche sozusagen. Die sogenannten Klartexter fallen aber nicht vom Himmel – ganz im Gegenteil. Sie sind rar gesät. So auch in Neu-Ulm, der Redaktion, in der ich als Volontär der Günter Holland Journalistenschule mein Lokaljahr verbringe. Deshalb habe ich zu einem nicht ganz probaten Mittel gegriffen.

Betreut werden die jungen Schreiber, die Klartexter, von uns Jung-Volontären. Wir leiten die Nachwuchsjournalisten an, vergeben Themen, redigieren ihre Artikel und legen das Layout der Jugendseite fest. Eben ganz so, wie es unsere erfahrenen Kollegen als Redakteur täglich mit den „normalen“ freien Mitarbeitern und den „normalen“ Lokalseiten tun. Ein gutes Training für uns Volontäre also. Das Problem: keine Klartexter, keine Texte. In diesem Fall muss ich als Volo selbst ran. Die Alternative: Ich kopiere Artikel von anderen Jugendseiten. Der gewünschte Lerneffekt ist  in letzterem Fall aber gleich null. Im Klartext: keine gute Sache. Also habe ich mir die Frage gestellt: Was tun? Und bin prompt auf eine mögliche Lösung meines Dilemmas gestoßen.

Als Volontär der Augsburger Allgemeinen geht es zurück an ein Gymnasium

Wo treffe ich die meisten Jugendlichen auf einmal an, habe ich mich gefragt. Die Antwort: in der Schule. Und wo haben die Schüler wohl am meisten Lust auf Schreiben, habe ich mich gefragt. Die Antwort: am sprachlichen Gymnasium. Kurzerhand habe ich also den Telefonhörer in die Hand genommen und die Nummer der Schulleiterin des Lessing-Gymnasiums in Neu-Ulm getippt. Die Schule ist gleich ums Eck, hab´ ich mir gedacht. Und fragen kostet ja nichts, habe ich mir gedacht. „Hallo, Christoph Lotter von der Neu-Ulmer Zeitung … ich hätte da mal eine Frage“, habe ich schließlich gesagt. Keine fünf Minuten später kam von der Schulleiterin schon ein begeistertes „ja, das machen wir“.

Der, jetzt gemeinsame, Plan: Ich darf vor insgesamt vier Klassen der Oberstufe zwei Vorträge über meinen Beruf, Journalismus und die Medienbranche halten – und (aus nicht ganz uneigennützigen Gründen) am allerwichtigsten, auch viel Werbung für die Jugendseite machen. Gesagt, getan. Nach vielen Stunden der Vorbereitung, anfangs schlotternden Knien (in aller Regel stehe ich in meinem Beruf nicht auf, sondern vor der großen Bühne) und fast zwei Stunden interessantem Dialog mit insgesamt knapp 80 Schülern hatte ich fünf neue motivierte Klartexter auf einen Schlag eingetütet. Und weil das ganze Unterfangen scheinbar auch bei den Lehrern gut ankam, hat mich die Schulleiterin gleich um zwei weitere Vorträge im Herbst gebeten. Im Klartext: eine gute Sache.