Elisa Glöckner

Elisa Glöckner ist ein Kind der 90er. Nach dem Abitur schlug die gebürtige Mittelfränkin den juristischen Weg an der Uni Leipzig ein. Sie verlief sich bei Connewitz, bevor sie den Weg nach Passau fand. Hier studierte sie irgendwas mit Medien. Schreiben darf sie ab sofort für die Lokalredaktion in Neuburg an der Donau. Das liegt in Oberbayern. Elisa ist gespannt darauf, ob man ihr dort das Schwäbeln abgewöhnen kann. Ihre Freizeit verbringt sie übrigens mit Weltenbummelei – und Schokolade. Mag außerdem: Lavendel, Granatäpfel und Jimmy Page.

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Kaffee, Klatsch und Schnittlauchbrezen

Mittags, halb eins in Neuburg. Dirk nimmt ihn mit Süßstoff, Doro in klein und Orla mit sehr viel Milch. Kaffee. Wie Volontärin Elisa Glöckner in Neuburg die Mittagspause mit ihren Kollegen verbringt.

Mittags, halb eins in Neuburg. Dirk nimmt ihn mit Süßstoff, Doro in klein und Orla mit sehr viel Milch. Kaffee. Jeden Tag macht sich die Redaktion der Neuburger Rundschau – oder zumindest ein Teil davon – auf in die Bäckerei Kaltenstadler, um dort gemeinsam die Pause zu verbringen. Die Redakteure der Lokalausgabe der Augsburger Allgemeinen gehen zu Fuß. Von der Redaktion zur Bäckerei sind es genau 68 Meter. Die Autorin hat nachgezählt.

Natürlich gibt es zum Kaffee nicht nur Milch, Zucker, wahlweise Süßstoff. Es gibt Schnittlauchbrezen. Was das Besondere daran ist? Tatsächlich nicht nur der Schnittlauch. Denn, wie Orla bemerkt, ist die Breze mit Frischkäse – und nicht wie üblich mit Butter – beschmiert. Nachteil der Schnittlauchbreze: Einmal verzehrt, bleibt das Gewächs oft sehr hartnäckig zwischen den Zähnen zurück. Unentdeckt kann der Schnittlauch dann zu peinlichen Situationen führen, zumal der Journalist auf den direkten Kontakt zu Menschen angewiesen ist. Und dennoch: Auf die Breze verzichten würde Orla nie.
Egal. Es gibt da nämlich noch etwas und das scheint am Ende interessanter als Kaffee und Kaltenstadlers Schnittlauchbrezen: der Klatsch.

68 Meter zum Kaffeeklatsch und zurück

Nein, keine Sorge, dabei handelt es sich nicht um Tratsch nach dem Vorbild einschlägiger Boulevardblätter. Eher eine Plauderei, eine Unterhaltung über die Ikonen des Lokaljournalismus, über Sport, Bekannte, die Familie, Sport, Geburtstagsfeiern, Sport, Kinder, die Gesundheit. Und außerdem: Sport.
Eine halbe Stunde verbringen die Redakteure der Neuburger Rundschau und die Volontärin der Günter Holland Journalistenschule im Kaltenstadler. Oft wird es länger. Danach geht es zurück in die Redaktion, zurück an die Arbeit. Es sind genau 68 Meter, die Autorin hat nachgezählt.