Archiv: 2015

Jeden Tag ein Abenteuer

Einsatz für die Kartei der Not

Dass sich Menschen an einem Weihnachtsmarkt so lange anstellen, kennen die Markthändler nicht. Unser Geheimnis sind aber nicht unsere hinreißenden Kostüme, die wir extra für den Markt besorgt haben – sondern die Kartei der Not.


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Bevor es losgeht, verstecken meine Kollegin und ich uns hinter dem Häuschen, das für die Donau-Zeitung am Weihnachtsmarkt in Dillingen reserviert ist. Wir wollen nicht, dass die Marktbesucher unsere Kostüme zu früh sehen. Punkt  14 Uhr betreten wir die Hütte. Vor uns: etwa 30 Menschen, die teilweise seit einer halben Stunde nur auf uns warten. Warum? Wir verkaufen Plätzchen. Alle Zuckerbäckerinnen, viele Landfrauen, Berufsschüler und ein Bäcker haben auf unseren Wunsch hin Plätzchen und Stollen gebacken – auch Lebkuchenhäuschen haben wir im Angebot.

Etwa 30 Minuten später sind die gut 150 Tüten Plätzchen ausverkauft. Die Franziskanerschwestern, mit denen wir uns den Stand teilen, schauen uns mit großen Augen an. Und auch die Standbetreiber gegenüber sind überrascht: Dass sich Menschen an einem Weihnachtsmarkt so lange anstellen, kennen die Markthändler nicht. Unser Geheimnis sind aber nicht unsere hinreißenden Kostüme, die wir extra für den Markt besorgt haben – sondern die Kartei der Not.

Die Kartei der Not ist das Leserhilfswerk der Augsburger Allgemeinen. Hört sich im ersten Moment nicht so an, als würde es die Volontäre direkt betreffen. Doch viele Unternehmen, Vereine und Leser spenden das ganze Jahr über – und besonders zu Weihnachten – Geld an die Kartei. So verkaufen manche Redaktionen Plätzchen am örtlichen Weihnachtsmarkt. Natürlich alles für den guten Zweck. Die Spenden kommen ganzjährig unverschuldet in Not geratenen Menschen aus der Region zugute.

Und dieser gute Zweck zieht auch die vielen Käufer an. Da die Kartei der Not ein regionales Hilfswerk ist, wissen die Menschen, was mit ihrem Geld passiert und beteiligen sich gerne.

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Kisten stapeln im Auto der Kollegin.

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Die netten Frauen in Rot – im Einsatz für die Kartei der Not. Simone Bronnhuber (meine Volo-Betreuerin) und ich.

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20 Lebkuchenhäuschen haben die Schüler der Berufsschule Höchstädt für uns gebacken.

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Oberbürgermeister Frank Kunz (rechts) und Sohn Lucas ließen es sich nicht nehmen, beim Verkauf zu helfen. Auch Redaktionsleiter Berthold Veh (Mitte) durfte mit in die Hütte.

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Jeden Tag ein Abenteuer

Arbeitsplatz: Ballsaal

Wow, was für ein Anblick: Funkelnde Lichterketten bestrahlen das Forum am Hofgarten in Günzburg. Das große Gebäude, dessen Räume sonst auch mal Kabarettisten oder großen Tanzshows zur Verfügung stehen, sieht heute Abend richtig festlich aus.


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Wow, was für ein Anblick: Funkelnde Lichterketten bestrahlen das Forum am Hofgarten in Günzburg. Das große Gebäude, dessen Räume sonst auch mal Kabarettisten oder großen Tanzshows zur Verfügung stehen, sieht heute Abend richtig festlich aus. Herausgeputzt – wie wir von der Günzburger Redaktion. Die Frauen tragen lange, elegante Kleider oder moderne Jumpsuits. Die Männer kommen in adretten Anzügen. Begrüßt werden die schicken Gäste von Vampiren. Moment – Vampire? Ach ja  … und Löwen soll es an diesem Abend auch in der großen Kreisstadt geben …

Zugegeben, die Vampire habe ich vorher beim Friseur beim Einkleiden und Schminken getroffen. Ich kann also beruhigen, denn die Zähne sind nicht echt. Und ganz freundlich sind die Gruselgestalten auch. Trotzdem vermitteln sie den Besuchern schon einmal einen ersten Eindruck, von dem, was noch kommt. Es ist Gala-Abend. Und der steht heuer unter dem Motto „Musical“. Klar, dass die Vampire diejenigen vom Publikumserfolg „Tanz der Vampire“ sein sollen. Seit zehn Jahren organisiert die Günzburger Zeitung nun schon die Benefizgala zugunsten der Kartei der Not, dem Leserhilfswerk der Augsburger Allgemeinen. Insgesamt sind allein durch diese Veranstaltung 60 000 Euro zusammengekommen.

Geprägt wird der Abend von Livemusik und unglaublichen Auftritten: Eine Faschingsgruppe aus Burgau verwandelt den Saal kurzerhand in die Steppe von Afrika („Der König der Löwen“) und eine junge Turnerin zeigt, dass sie auch auf Rollschuhen (nein, nicht Inlineskates, sondern tatsächlich Rollschuhen mit vier Rädern) akrobatisch aussehen kann („Starlight Express“). Essen gibt es natürlich auch und zwar von edlen Fleischgerichten bis zum zuckersüßen, feinen Schokotörtchen. Die Gäste können außerdem Lose für die Tombola kaufen und Fotos von sich machen lassen und sofort mitnehmen. Die Spende geht ebenfalls an die Kartei der Not.

Aber ich bin ja nicht nur zum Spaß hier. Ich gehe in den großen Saal und setze mich zum Oberbürgermeister, Gerhard Jauernig. „Wie gefällt Ihnen die Gala?“ „Es ist dufte“, antwortet er und lacht. Auch die journalistische Arbeit (ich befrage einige Besucher) ist an diesem Abend etwas entspannter als im Alltagsgeschäft. Trotzdem haben alle Redaktionsmitglieder gut zu tun: Der Bildredakteur bekommt den Finger nicht vom Abzug seiner Kamera, andere Kollegen sammeln Eindrücke um in der Montagsausgabe und im Internet darüber zu berichten, wieder andere kümmern sich um die Tombola oder führen intensive Gespräche mit der Günzburger Prominenz. Es gibt immer etwas zu erledigen an diesem Abend.  Nicht zuletzt, weil am nächsten Tag die Kollegen, die Sonntagsdienst haben, eine Zeitung produzieren müssen – trotz Gala, trotz langer Nacht, trotz jeder Menge spannender Eindrücke. Auch das ist Journalismus im Lokalen. Nur eben mit dem Arbeitsplatz Ballsaal. (Fotos: Bernhard Weizenegger)

 

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Nach Redaktionsschluss

Voloumtrunk im Schummerlicht

Danke sagen nicht nur mit trockenen Worten wollten die Jungvolontäre beim alljährlichen Voloumtrunk im Seminarraum der Journalistenschule.


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Danke!

Danke sagen nicht nur mit trockenen Worten wollten die Jungvolontäre beim alljährlichen Voloumtrunk im Seminarraum der Journalistenschule. Sie verabschiedeteten vorübergehend das sonst eher karge Aussehen des Zimmers und schufen mit Lichterketten, Kerzen und weihnachtlicher Deko ein Ambiente, das neben Plätzchen, Häppchen und Getränken ein Bleiben verlängerte – in einer ganz und gar Wham- und Last-Christmas-freien-Zone.

Der Volo-Umtrunk ist Tradition. Damit wollen die jungen Schreiber etwas an diejenigen zurückgeben, die sich für die Volontärsausbildung engagieren. Der Einladung folgten leider nur wenige. Das Euroliga-Spiel des FCA drückte die Besucherzahl. Vielleicht hätte es der eine oder andere doch in Betracht gezogen im wohl temperierten und heimeligen Seminarraum vorbeizuschauen, hätte er das Ergebnis (2:3) bereits im Vorfeld erahnen können. Nichtsdestotrotz tauschten sich Volontäre, Seminarleiter und Betreuer gegenseitig aus und feierten gemeinsam einen schönen Abend unter Kollegen.

Getränke und Gläser für die Gäste.

Getränke und Gläser für die Gäste.

 

Plätzchenbäcker Marcel Rother überzog seine Auswahl sogar mit Goldglitzer.

Plätzchenbäcker Marcel Rother überzog seine Auswahl sogar mit Goldglitzer.

 

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Die Gäste haben sich herausgeputzt.

 

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Die Altvolos führten ernste Gespräche.

 

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Strippenzieher

 

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… und noch ernstere Gespräche unter den Jungvolos.

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